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Frankfurt 2011
Nov 2nd, 2011 by alex

Ich bin gelandet.

Letzte Woche, war ich ja noch unsicher, ob ich überhaupt abheben kann und Freitag vor dem Marathon 2011 in Frankfurt sah es fast nach Flugverbot aus. In zahlreichen Telefonkonferenzen wurde dann beschlossen, die Entscheidung zu vertagen und so fuhr ich erstmal hin und da es mir bereits am Samstag viel besser ging, stand dem Versuch, die Bestzeit anzugreifen, nichts mehr im Weg.

Der Stadtsportbund hatte wieder ein Rundum-Sorglos-Paket geschnürt, bei dem man im Bus nach Frankfurt gefahren wird, ein Hotelbett gebucht ist und (fast) direkt neben der Startlinie geparkt wird – nur laufen musste man wieder selbst.
Nach den üblichen Ritualen ging es kurz vor Zehn in die Startaufstellung. Da war es diesmal deutlich enger als letztes Jahr, aber es waren auch nur noch ca. fünf Minuten bis zum Start zu überbrücken.

Da die Sub3 schon letztes Jahr gefallen war, gab es nun verschiedene Möglichkeiten für den Rennverlauf. Zum einen konnte ich mit 4.08 – 4.10 pro Kilometer recht konservativ auf Bestzeitkurs starten, entschied mich aber auf Grund der guten Trainingsleistungen der letzten Wochen dann doch für den Harakiri-Weg und lief so um 4.05 los. Das ist auf kurze Distanzen zwar kaum ein Unterschied, beim Marathon kann es aber auch richtig daneben gehen. Am Anfang lief es richtig gut. Alle Frankfurter waren draußen und standen an der Strecke – die Kilometer flogen so dahin. 5 in 20:17 – wo soll das hinführen. Bei Zehn 40:47 – ich muss Wahnsinnig sein. Aber bereits bei 16 hatte ich das erste Mal das Gefühl, dass meine Beine heute nicht 100% sind und das das noch harte Arbeit wird. Halbmarathon 1:26:21 – ab nun wird rückwärts gezählt. Bei 25 km wurden dann auch die Kilometersplits rückläufig – weiter, weiter war nun die Devise. Das Hohe Anfangstempo tat dann ab km 35 richtig weh, aber nun reichte auch ein Schnitt von 4.50 noch aus, um unter 3h anzukommen (Minimalziel). Die letzten 5km habe ich diesmal viel deutlicher wahrgenommen und auf den letzten Kilometern war dann, trotz schlechter Gesamtverfassung, die Bestzeit sicher. Den Einlauf in die Festhalle erlebte ich diesmal bei vollem Bewußtsein und war nach 2:57:13 sehr froh, dass es vorbei war.

Im Ziel traf ich dann auch bald Markus, der dank seiner akribischen Vorbereitung, sensationell durchgekommen war und nun endlich eine Marathonzeit erreicht hat, die zu seinem Leistungsvermögen passt.

Auf dem Weg nach Hause, den ich individuell bestritt, traf ich im Zug noch Michael Pörsch von laufmonster.de, der seine Bestzeit deutlich verbessert hatte und nun auch an der 3h-Grenze kratzen will. Zur Vorbereitung darauf konnte ich noch etwas Werbung für den Wintermarathon machen und auch die Erzgebirgstraverse wurde nicht ausgelassen.

Bedanken muss ich mich in erster Linie wieder bei meiner lieben Susi fü das Tolerieren meiner vielen Trainingsstunden.

Frankfurt ist eine tolle Marathon-Stadt und nun muss ich ja nur noch in der zweiten Hälfte etwas schneller werden….

Ready for take-off?
Okt 23rd, 2011 by alex

Heute in einer Woche ist alles vorbei. Ich (und ihr) werdet dann wissen, ob sich das sehr intensive Training der letzten zwei, drei Monate gelohnt hat. Frankfurt heißt das Ziel und es soll mindestens eine Bestzeit geben. Mein neuer und alter Trainer Jens Karraß kennt keine Läufe über 30km in der Vorbereitung, was für mich ein absolutes Novum war. Er kennt dafür so fiese Sachen wie Wettkampf am Sonntag über 10km (mit 38:10 als Bestzeit) und Montag drauf lockere 30km, die weder kurz noch weilig sein sollen. Insbesondere in den letzten 3 Wochen hat er noch mal richtig Gas gegeben und mich im Training schneller Laufen lassen, als je zuvor.
Am Anfang war ich etwas skeptisch, mittlerweile habe ich aber ein gutes Gefühl und sehe die Bestzeit deutlich wackeln.

Da ja Daumendrücken gut hilft, freue ich mich über jede(n), die/der am 30.10.2011 am Rechner sitzt und die Startnummer 12707 beobachtet – solange jeweils 5km in weniger als 21 Minuten weggehen, ist alles im Lot.

Diesen Weg auf den Höhen
Mai 21st, 2011 by alex

bin ich nun zum dritten Mal gegangen und wahrscheinlich auch nicht zum letzten Mal.

Zum 39. Rennsteiglauf hatte ich mich ja bereits eine Woche nach dem 38. angemeldet, mich aber für die Marathonstrecke entschieden, die laut Veranstalter hier aber 43,5km lang ist. Vorher war ich hier zweimal den Halben gelaufen und hatte nun auch mal Lust auf was Härteres. Nach Frankfurt 2010 und der (für mich) gigantischen Zeit, sollte der Rennsteig das Frühjahrshighlight 2011 sein.
Mit großem Glück hatten wir eine Ferienwohnung kurz vor Schmiedefeld ergattert und reisten mit einem kleinen Abstecher über Oberhof am Freitag an. Unsere Delegation bestand aus Susi(HM), Siegrun(17kmW) und den Marathonern Chrische, Dirk, Matthias und mir. Abends wurde noch etwas Pasta gegessen und ein paar isotonische Getränke konsumiert und dann auch leicht geschlafen.
Am Morgen habe ich die Mädels zum Bus (Schmiedefeld-Oberhof) gefahren und weil es so zeitig war auch noch einen (sicher illegalen) Parkplatz in der Nähe des Zielbereiches bekommen. Zusammen mit den andern Jungs sind wir dann mit dem Bus nach Neuhaus gefahren und da kam dann schon ein etwas mulmiges Gefühl in mir auf, denn die Fahrt nahm und nahm kein Ende. In Neuhaus wurden die üblichen Dinge getan und kurz vor 9 standen wir an der Startlinie, um noch ein paar Lieder zu singen und dem Hubschrauber zu winken. Ich hatte keinen richtigen Paceplan für den Lauf, da das Profil für mich unbekannt war, nur die grobe Richtlinie berghoch ruhig(er) und sonst Vollgas.
Am Start gab es etwas Gedränge, aber da es gleich 2km bergan geht entzerrte sich das Feld doch ziemlich schnell und schon nach ca. 500m konnte ich meinen Rhythmus finden. Die ersten Kilometer ging es richtig gut und die Splits bewegten sich je nach Untergrund von 3:50 bis 5:20, wobei der Durchschnitt bei HM mit knapp unter 4:30 doch ganz ordentlich war. Der Hohlweg wurde wie im freien Fall passiert und bis Kilometer 27/28 fühlte ich mich richtig gut. Dann kam der Aufstieg nach Neustadt und der kam mir endlos vor. Oben gab es Schleim, den ich probierte, aber nicht runterbekam – das war (und ist) nix für mich. Irgendwie hatte ich in Erinnerung, dass es ab dann tendenziell nur noch runter geht. Irgendwie stimmt das auch, aber halt nur im Durchschnitt, denn auf einmal tat sich eine Wand vor mir auf, wo ich nicht hochlaufen konnte, sondern gehen musste. Oben angekommen wurde wieder losgelaufen, aber das fiel nun immer schwerer, denn die Kräfte schwanden nun doch etwas. So um Kilometer 36 überholte mich die erste Frau, mit der ich kurz quatschte, sie aber ziehen lassen musste. In Schmiedefeld freute ich mich an der Marathonmatte sehr, denn nun war ich Ultra und bis zum Ziel war es auch nicht mehr weit. Der letzte Berg zum Sportplatz hoch zog sich quälend lang hin, aber natürlich wollte ich da nicht gehen, sondern nochmal schön hochlaufen. Auf der letzten Stationrunde vor dem Ziel wurde ich von Mama und Susi abgeklatscht und Marcus schrie mich ins Ziel. Auf der Zielgeraden war ich sehr froh, dass es nach 3:24:39 vorüber war – gerade die letzten 10km hatten es richtig in sich, von bergabaustrudeln kann da keine Rede sein.
So gesehen geht die Zeit in Ordnung – Top 100 Platzierung beim ersten Mal, aber wer weiß, ob da nicht auch etwas mehr (weniger Zeit) drin ist…..

Zum Erholen bietet der Veranstalter dann am Abend noch ein gemütliches Beisammensein im Festzelt an, wo alle Teilnehmer bei beliebten Musikstücken ihre Beine ausschütteln sollen. Durch den begenzten Platz geschieht das stehend auf den (Sitz)-Bänken und macht großen Spaß….

Strecke

Marathon und Spaß dabei?
Apr 17th, 2011 by alex

Nachdem 2010 ja irgendwie mein Marathon-Jahr war, hat 2011 noch kein richtiges Motto bekommen (merkt man sicher auch an der Anzahl der Beiträge hier).
Der Leipzig-Marathon war eine gute Gelegenheit mal zu prüfen, was mit etwas weniger Training möglich ist. Es ist jetzt nicht so, dass ich überhaupt nicht trainiert habe, aber eine richtige Vorbereitung wie auf Frankfurt gab es wirklich nicht. Ursprünglich wollte ich mit dem Zeitläufer auf 3:15 mitgehen und es richtig ruhig angehen lassen, aber durch das perfekte Laufwetter entschied ich mich dann doch in Richtung 3Stunden zu gehen (oder sogar drunter zu bleiben). Um es vorweg zu nehmen, das hat nicht geklappt. Am Ende kam eine 3:01:25 heraus, über die ich aber sehr zufrieden bin – am Ende war einfach keine Kraft mehr da und ich mußte das Tempo reduzieren, konnte aber trotzdem wesentlich lockerer über die Linie gehen, als noch vor einem Jahr. Spaß war diesmal auf jeden Fall dabei und vielleicht lasse ich den ja im Herbst wieder zu Hause….

Eine Analyse der jeweils letzten 100 Tage vor diesem und dem Frankfurtmarathon sieht so aus:

Frankfurt 2010 Leipzig 2011
Trainingseinheiten 88 78
Durchschnitt (km) 14 12,5
Kilometer 1235 979
lange Läufe (>=30km) 10 5

Strecke

Malerweg
Feb 21st, 2011 by alex

Rennsteig, Erzgebirgstraverse, Malerweg wird in ein paar Jahren die Liste der Läufe sein, die man mitgemacht haben muss, falls man sich in der Laufszene noch blicken lassen möchte. Die ersten beiden gibt es schon als Wettbewerb, den dritten als Wettkampf zu laufen nur als Idee. Zwischen Idee und Realität steht Planung und dazu gehört ja auch ein Test der Strecke. Die 112km wurden vom Ideengeber Christian vom LSV Dresden in 3 Abschnitte geteilt und befinden sich im Streckenteststadium. Der erste Abschnitt wurde Ende 2010 getestet, der Zweite war gestern dran und der Dritte soll “im Frühjahr 2011″ stattfinden.
So trafen sich also gestern gegen halb 10 ein paar Verrückte, um den Abschnitt Altendorf – Schmika zu testen. Von Bad Schandau ging es erst mit dem Bus nach Altendorf um dann von dort, dem gut ausgeschilderten Malerweg, laufend zu folgen. Das Ziel war, irgendwann in Schmilka anzukommen und dabei natürlich jeden nur denkbaren Hügel mitzunehmen. Hatte ich anfangs etwas Bammel vor den 33km, war bald klar, dass das ein schöner Ausflug werden wird, der zwar fordernd ist, aber nicht an die Grenze gehen wird – eine schönes Sonntagsläufchen halt. Der Weg war diesmal wirklich das Ziel und immer wieder kamen wir an Stellen, wo ich schon mal wandernd unterwegs war und am Ende kam es mir so vor, als ob ich alle Stellen, die ich jemals in der sächsischen Schweiz erwandert habe, gestern nochmal abgelaufen bin (Schrammsteine, Affensteine, Kirnitzschtal(ganz oft), Kuhstall, Neumannmühle, großer Winterberg und am Ende Schmilka).

Wenn es klappt bin ich gern bei der dritten Etappe dabei, die dann auf der anderen Elbseite wieder über ein paar Erhebungen bis nach Pirna führt.

Weitere Berichte gibt es bei Christian und Ulf

Strecke

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