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Lange nichts gehört
Apr 20th, 2012 by alex

Seit November 2011 ist nichts passiert, worüber sich zu schreiben lohnt? Sicher nicht. Trotzdem schiebt man es immer vor sich her und schwups steht schon der nächste Marathon vor der Tür. Zwei Tage sind es noch.
Die Vorbereitung lief ziemlich gut und auch Verletzungen gab es nicht. Die Wetteraussichten lassen auch noch keine Ausrede erkennen, so dass es nun eigentlich nur noch umgesetzt werden muss. Die deutliche Unterschreitung der Joggergrenze beim Halbmarathon von Wurzen nach Grimma mit 1:22:38 stimmt auch mich positiv, schraubt aber den Erwartungsdruck nach oben.

Sonntag gegen 13:00 Uhr wissen wir mehr.

Frankfurt 2011
Nov 2nd, 2011 by alex

Ich bin gelandet.

Letzte Woche, war ich ja noch unsicher, ob ich überhaupt abheben kann und Freitag vor dem Marathon 2011 in Frankfurt sah es fast nach Flugverbot aus. In zahlreichen Telefonkonferenzen wurde dann beschlossen, die Entscheidung zu vertagen und so fuhr ich erstmal hin und da es mir bereits am Samstag viel besser ging, stand dem Versuch, die Bestzeit anzugreifen, nichts mehr im Weg.

Der Stadtsportbund hatte wieder ein Rundum-Sorglos-Paket geschnürt, bei dem man im Bus nach Frankfurt gefahren wird, ein Hotelbett gebucht ist und (fast) direkt neben der Startlinie geparkt wird – nur laufen musste man wieder selbst.
Nach den üblichen Ritualen ging es kurz vor Zehn in die Startaufstellung. Da war es diesmal deutlich enger als letztes Jahr, aber es waren auch nur noch ca. fünf Minuten bis zum Start zu überbrücken.

Da die Sub3 schon letztes Jahr gefallen war, gab es nun verschiedene Möglichkeiten für den Rennverlauf. Zum einen konnte ich mit 4.08 – 4.10 pro Kilometer recht konservativ auf Bestzeitkurs starten, entschied mich aber auf Grund der guten Trainingsleistungen der letzten Wochen dann doch für den Harakiri-Weg und lief so um 4.05 los. Das ist auf kurze Distanzen zwar kaum ein Unterschied, beim Marathon kann es aber auch richtig daneben gehen. Am Anfang lief es richtig gut. Alle Frankfurter waren draußen und standen an der Strecke – die Kilometer flogen so dahin. 5 in 20:17 – wo soll das hinführen. Bei Zehn 40:47 – ich muss Wahnsinnig sein. Aber bereits bei 16 hatte ich das erste Mal das Gefühl, dass meine Beine heute nicht 100% sind und das das noch harte Arbeit wird. Halbmarathon 1:26:21 – ab nun wird rückwärts gezählt. Bei 25 km wurden dann auch die Kilometersplits rückläufig – weiter, weiter war nun die Devise. Das Hohe Anfangstempo tat dann ab km 35 richtig weh, aber nun reichte auch ein Schnitt von 4.50 noch aus, um unter 3h anzukommen (Minimalziel). Die letzten 5km habe ich diesmal viel deutlicher wahrgenommen und auf den letzten Kilometern war dann, trotz schlechter Gesamtverfassung, die Bestzeit sicher. Den Einlauf in die Festhalle erlebte ich diesmal bei vollem Bewußtsein und war nach 2:57:13 sehr froh, dass es vorbei war.

Im Ziel traf ich dann auch bald Markus, der dank seiner akribischen Vorbereitung, sensationell durchgekommen war und nun endlich eine Marathonzeit erreicht hat, die zu seinem Leistungsvermögen passt.

Auf dem Weg nach Hause, den ich individuell bestritt, traf ich im Zug noch Michael Pörsch von laufmonster.de, der seine Bestzeit deutlich verbessert hatte und nun auch an der 3h-Grenze kratzen will. Zur Vorbereitung darauf konnte ich noch etwas Werbung für den Wintermarathon machen und auch die Erzgebirgstraverse wurde nicht ausgelassen.

Bedanken muss ich mich in erster Linie wieder bei meiner lieben Susi fü das Tolerieren meiner vielen Trainingsstunden.

Frankfurt ist eine tolle Marathon-Stadt und nun muss ich ja nur noch in der zweiten Hälfte etwas schneller werden….

auf ein Neues!
Dez 31st, 2010 by alex

Zum Jahresabschluss 2010 soll hier noch ein kleiner Beitrag erscheinen.
Das Loch, in das man nach einem Marathon fällt, der die eigenen Erwartungen erfüllt, ist sehr, sehr tief. Die rechte Motivation für ein neues Ziel will und will nicht aufkommen, so dass ich mich nach Frankfurt ein bisschen als Jogger betätigte – Laufen nach Lust und Laune, kein Sklave eines Planes – nicht bei Regen, nicht im Dunkeln, lieber morgen als heute.

Trotzdem war 2010 mein Jahr des Marathons. Einmal unter drei Stunden war das Ziel und drei Marathons hat es gebraucht, um es zu erreichen. 2011 wird in der Hinsicht eher verhaltener werden – große Ziele sind nicht geplant. Der ein oder andere Marathon (Leipzig und Rennsteig sind schon gebucht) wird sicher dabei sein, aber ob es noch mal so einen Kampf um eine Zeit gibt, kann ich mir heute noch nicht vorstellen.

Das Wichtigste zum Schluss – ab morgen starte ich in der M40 – Prosit Neujahr!

2010 war in Zahlen so

  • 3565 km
  • 251 Einheiten
  • 14,2 km/Einheit
  • 4:57 min/km
  • 21 Wettkämpfe (365 km mit 4:11/km)
  • 12 Tage 3 Stunden 45 Minuten 4 Sekunden

ja, ja, ja
Nov 2nd, 2010 by alex

Durch eine Partnerschaft der Marathons in Leipzig und Frankfurt, bekommt die jeweils andere Stadt ein gewisses Kontingent an Freistarts. Darüberhinaus wird über den Startsportbund die Hin- und Rückfahrt, sowie die Übernachtung organisiert. Traditionell sind auch immer einige Lauffreunde der LG eXa dabei und so hatte ich mich entschieden, dort den Sub 3 2:57 Angriff zu versuchen. Der Ablauf ist im Großen und Ganzen so: Samstag Anreise, Marathonmesse, Startunterlagen, Abendessen, Schlafen und Sonntag: Laufen, Heimfahrt. Insgesamt ist alles so super organisiert, dass man wirklich nur alleine laufen muss.

Nach der Ankunft im Hotel wurde noch ein kleiner Lockerungslauf durchgeführt und dabei festgestellt, dass das Zwicken der Wade, die am Donnerstag noch fachkundig durch Alexander Sekora versorgt wurde, wirklich nur im Kopf existierte und dem Start nichts mehr entgegenstand. Bis 30 wird sie wohl halten und ab da habe ich andere Probleme. Durch die Zeitumstellung durften wir alle eine Stunde länger schlafen, wovon meine innere Uhr aber nichts wusste und so musste mein Zimmerkollege Thomas die gesamte Hibbeligkeit ertragen. Nach dem Frühstück ging es dank Komfort-Komplett-Paket mit dem Bus direkt auf das Startgelände, aber so abgeschieden, dass man sich in Ruhe Einlaufen konnte und sogar die Toiletten einer Messekantine nutzen konnte. Ca. 15 Minuten vor dem Start ging ich mit Jonny, der heute nur knapp unter 3h laufen wollte und an dem ich so lange, wie möglich dranbleiben wollte zum Startbereich, hinterließ noch eine Markierung an einem hohen Gebäude und kletterte dann mit ihm in unseren Startblock. Da war ein furchtbares Gedränge und ich bekam ein Gefühl, für die Größe der Veranstaltung.
Der Startschuss fiel und wir setzten uns recht langsam in Bewegung. Die Linie kam nach ca. 40 Sekunden und das Rennen begann. Den ersten Kilometer mussten wir leicht Slalom laufen, waren aber mit 4:15 gut im Plan. Die Kilometer flogen dann mit 4:06 – 4:12 nur so vorbei. Ungefähr bei Kilometer 12 liefen wir auf den 3h Läufer auf, konnten ihn aber schnell überholen und hinter uns lassen. Bei km 14 standen Markus und seine Groupies und schrieen uns voran. Auch meine Eltern waren an den Abschnitt gekommen und ich freute mich, sie zu sehen. Halbmarathon war bei ca. 1:28 erreicht und alles im Plan. Meine Gedanken kreisten nun schon um die berüchtigte Mainzer Landstr., die sich wohl ewig hinziehen soll. Bis dahin waren es aber noch 5-7 Kilometer, die immer noch recht flüssig absolviert werden konnten. Ich bemerkte nun schon eine gewisse Müdigkeit und auch, dass Jonny frischer war und ich ihn wohl bald ziehen lassen musste. Bei km 32 hatte ich für die 3h Grenze noch 45 Minuten Zeit und da grob überschlagen, dass nun 10 x 4:30 reichen werden. Jonny ging nach vorn und bis zum Ziel sollte er noch 3 Minuten rauslaufen.
Ich wusste, dass das noch hart werden würde und versuchte nun, das Tempo, so gut es ging, hochzuhalten. Als km 33 und 34 mit 4:17 und 4:16 weggingen, jubelte ich innerlich etwas, wurde dann aber mit 4:21, 4:28, 4:25 etwas gedämpft, bekam aber da schon nicht mehr allzuviel von der Umgebung mit. Kurz nach 37 überholte mich der 3h Läufer und eine Panik stieg hoch: Wie kann das sein, so schlecht waren die Splits doch nicht, wo kommt der her. Ca. 3 Minuten kämpfte ich mit dem Gedanken, dass alles sinnlos war und das ich aufhöre. Ich wusste aber, dass ich beim 37 eine 2h35min auf der Uhr gesehen hatte und so grob überschlagen ein 5er-Schnitt immer noch reichen würde. Dort stand auch Marcus, mit dem ich so viele Kilometer trainiert hatte und der kurz vor dem Start leider verletzungsbedingt absagen musste, noch einmal und sein: “…mach es bitte auch ein bisschen für mich…”, beflügelte mich nochmal. Bei km 40 hatte ich noch 11 Minuten übrig und als bei 41 immer noch fast 7 Minuten Puffer waren, wusste ich, dass es klappen wird. Vom letzten Kilometer weiß ich nicht mehr viel, sehr rätselhaft ist insbesondere auch, was für Menschenmassen auf dem Video meines Zieleinlaufes zu sehen sind, denn in meiner Erinnerung bin ich ganz alleine in die leere Halle gelaufen. Die Uhr über der Linie zeigte 2:59:xx (Brutto) und ich konnte mein Glück kaum fassen – ja, es hat gereicht. Bei 02:58:55 stoppte die Uhr für mich und auf der Linie fiel mit der Anspannung auch mein Puls so sehr in den Keller, dass ich mich erstmal festhalten musste.

Als mir draussen Jonny gratulierte, konnte ich es noch gar nicht richtig fassen. Auch während der Zielverpflegung war ich ziemlich gefasst und ging sehr langsam in Richtung Bus. Erst als ich meine Tasche von dort geholt hatte und auf dem Weg zum Duschen war, realisierte ich richtig, was da passiert war. Ich konnte gar nichts dagegen tun und musste immer wieder losheulen und zwischendurch einfach nur schreien.

Der Marathon in Frankfurt war auch sonst sehr gut organisiert: Streckenverpflegung, Kilometrierung, Zeitmessung aller 5km, Zielverpflegung – alles sehr vorbildlich. Insbesondere die Stimmung an der gesamten Strecke ist Wahnsinn.

Bedanken muss ich mich in erster Linie bei meiner lieben Susi, weil sie mich immer so schön trainieren lassen hat. Darüberhinaus aber auch bei meinen Lauffreunden der exa, dem Planschreiber von Marathon Austria, sowie meinem neuen Trainer Jens.

PS:
Die postmarathonalen Schmerzen waren(und sind) auch diesmal vorhanden, aber irgendwie lassen sie sich viel besser ertragen :-)

Strecke

hat’s gereicht?
Okt 25th, 2010 by alex

Gestern wurde mit einem Lauf “nahe des Zieltempos” über die halbe Distanz das Training für den Frankfurt Marathon am Sonntag beendet. Zeit für eine kleine Analyse, ob es diesmal gereicht hat. Ich versuche also einfach mal die beiden Vorbereitungsphasen miteinander zu vergleichen und betrachte die letzten 100 Tage vor dem Marathon (abzüglich der letzten Woche, weil die ja noch kommt). Gelaufen wurde in beiden Fällen ziemlich viel: konkret 985km für Leipzig und 1176km für Frankfurt. 4,6 mal pro Woche und 16,3km für den ersten Drei-Stunden-Versuch und 5,2 mal mit 17,2km Durchschnitt pro Einheit für diesmal.

Für Frankfurt wurde nicht nur mehr trainiert, sondern insbesondere auch die Qualität der Einheiten erhöht, indem mehr Läufe im spezifischen Marathontempo absolviert wurden. Die Grundschnelligkeit konnte (zumindest im Wettkampf) leider nicht gesteigert werden, allerdings wurde der Bereich “schneller als MRT” deutlich gefestigt.

Nach der Vorbereitung könnte ich etwas zuversichtlicher starten, aber wie nah Sieg und Niederlage bei einem Marathon liegen, konnte ich gestern persönlich in Dresden miterleben, wo es mehrere Bekannte gab, die trotz super Vorbereitung in der zweiten Runde den Hammermann getroffen haben. Die Erkenntnis, das Marathon kein “Kindergeburtstag” ist, darf man wahrscheinlich nie vergessen. Trotzdem fühle ich mich ausreichend trainiert und freue mich mittlerweile auf den Sonntag.

Ob es diesmal gereicht hat, wissen wir dann kurz vor 13:00 Uhr. Ich freue mich über alle, die die Daumen drücken und verspreche ein gutes Rennen! Auf der Webseite kann man ab 10:00 am Sonntag Zwischenzeiten abrufen. Ich starte mit der Nummer 9846 und plane im Moment jeden 5km-Abschnitt in ungefähr 21 Minuten.

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