Zwei Wochen nach Wurzen, den ich als Testlauf einsortiert hatte, war heute der bisherige Jahreshöhepunkt angesetzt – der Leipziger Marathon. Als Kurzstreckler reichten mir 21,1 km und als Motivation der Kommentar von dna auf oben erwähnten Lauf. Hatte mich für die Anreise per Fahrrad entschieden und bin im gemütlichen Tempo die ersten 8km der späteren Strecke in entgegengesetzter Richtung abgefahren, und habe dabei die vorbeikommenden Marathonläufer bewundert. In der Stadt am Zielbereich noch mit Dirk den Durchlauf der ersten Runde Marathon mitgenommen, dann Umziehen, Vorbereiten und los ging’s Richtung Start. Die heutige Taktik war, solange es geht, hinter dem 1:30 Läufer (Matthi) zu bleiben. Er war nicht ganz leicht auszumachen, weil ich meine Brille abgegeben hatte und weil er, dicht umringt von anderen Läufern, ziemlich weit vorn stand. Nach dem Startschuss verkündete er laut, dass er einen 4:15 Schnitt angehen will und den auch bei Wind und Steigungen beibehalten wird. Erster km 4:06, zweiter 4:13, Dirk, der vorgekommen war, zischte rüber, dass er rausnimmt, wenn es so weitergeht. Matthi versprach Besserung und die folgenden Splitzeiten pegelten dann zwischen 4:11 und 4:19. Das “Steilstück” Prager Straße war schnell passiert und an der Exa-Kampfbahn konnte man schön rollen lassen. Unsere 1:30 Gruppe gab es längst nicht mehr, zu heterogen waren die Aspiranten auf die gewünschte Endzeit. Die ersten 10 km waren in perfekten 42:32 erreicht, aber das Nachlassen der Kräfte schon deutlich zu spüren. An der Richard-Lehmann hatte ich dann schon das Gefühl, dass es knapp werden würde und auch nur eine riesige Lücke zum Nächsten vor mir, die ich nicht zulaufen konnte. Meine Hoffnung war, dass am Schleußiger Weg noch ein paar schnelle 10-er zu uns stoßen und ich so wieder Windschatten und Konkurenzdruck spüren würde. An der Stelle strömten auch zahlreiche Läufer auf die Strecke, aber nachdem der erste, den ich fragte welche Zeit er anpeilt, außer dass er wußte, dass es 10km sind, die er läuft und der zweite nicht mal eine Uhr dabei hatte, war mir klar, dass die Schnellen weiter vorn waren und ich wieder allein war. Die km Zeiten waren nur noch um 4:25 – Tendenz steigend. Die letzten km gingen dann trotzdem erstaunlich schnell vorbei und als ich über die Ziellinie kam stand eine 01:32:11 auf meiner Uhr – PB und eine super Steigerung.
Insgesamt bin ich natürlich sehr zufrieden mit der neuen Bestleistung, war aber doch etwas traurig, dass der ganz große Wurf noch nicht gelungen ist. Für die zweiten 10km habe ich 44:23 benötigt, was den Schluß zuläßt, dass es die längeren Läufe sind, die hier gefehlt haben.
Deswegen heißt es weiterhin: Munter bleiben, die nächsten Läufe warten schon.
Streckenverlauf